Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/2004/ Stand: Wednesday, 24. August 2016

2004 das Kulturrad in Bewegung bringen

Gmünder Tagespost am 12.01.2004

Neujahrsempfang 2004

Prediger, Haus der Volkshochschule und Kornhaus sollen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Rudolf Böhmler, Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur, fordert die Verwirklichung der aktuellen Konzepte. Das sagte er beim Neujahrsempfang des Stadtverbands Musik und Gesang am gestrigen Sonntag im Stadtgarten.

"Nicht die Zahl der ins Kraut schießenden Kreisverkehre macht die Identität dieser Stadt aus, sondern die Kultur", sagte Böhmler weiter. Man brauche jetzt Perspektiven für morgen und übermorgen. "Es ist jetzt die Zeit der guten Vorsätze. Die können nicht schaden. Wichtig ist aber vor allem, im Jahr 2004 kardinale Fehler zu vermeiden. Man müsse wissen, wie es weitergeht bei den kulturellen Einrichtungen der Innenstadt und bei der Förderung des kulturellen Lebens in den Teilorten.
Dabei erwarte jetzt niemand den kulturellen Paukenschlag, weil die nötigen Mittel nicht zur Verfügung stünden. "Aber jede konkrete Planung und vor allem deren Verwirklichung hilft, das Feuer des kulturellen Lebens in Schwäbisch Gmünd und das Engagement vieler Bürger zu erhalten." Deshalb sei das Bild vom Kulturrad durchaus passend. "Hier kann man die Geschwindigkeit bestimmen." Sinn mache ein Rad aber nur, wenn es sich bewege.
Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs stand wie immer die Musik. Chöre und Orchester aus den Mitgliedsvereinen im Stadtverband Musik und Gesang bereiteten den fast 1000 Gästen einen außergewöhnlichen Sonntagvormittag. "Hier wird die ganze Vielfalt der Vereine deutlich", sagte Richard Arnold, Vorsitzender des Stadtverbands. Die Aktiven prägten das ganze Jahr über das kulturelle Leben in Schwäbisch Gmünd. Damit sei auch in finanziell schwierigen Zeiten kulturelles Engagement gesichert.
Arnold wartete an seinem gestrigen Geburtstag mit einer Überraschung auf: Nach der musikalischen Eröffnung durch den Musikverein Stadtkapelle Schwäbisch Gmünd gemeinsam mit der Städtischen Musikschule unter der Leitung von Dietmar Spiller, marschierten zu den Klängen des "Yorkscher Marschs" Fahnenabordnungen von elf Vereinen in den Peter-Parler-Saal. Arnold stellte sie alle vor, den Musikverein Bargau und natürlich "seinen" Musikverein Weiler, die Stadtjugendkapelle wie die Einhornmusikanten, die Musikvereine aus Großdeinbach, Bettringen, Hussenhofen, Herlikofen und Straßdorf, den Musikverein Stadtkapelle und die Kolpingkapelle. Und er präsentierte auch seine beiden Stellvertreter, Waldemar Schulze, der sich um die Musikvereine im Stadtverband kümmert und Christian Baron mit seinem Schwerpunkt Chöre. Gemeinsam führten sie schließlich durchs weitere Programm.
Musikalisch erste Sahne der gemeinsame Auftritt von Stadtkapelle, Musikschule und Pianist Mick Baumeister. Begeisterung beim Publikum auch für mehrere Beiträge des "collegium vocale" unter der Leitung von Walter Johannes Beck. Der Musikverein Bettringen, Dirigent ist Rolf-Peter Barth, präsentierte "sein" orchestrales Werk "Ross Roy", für das er bei den Wertungsprüfungen in Westhausen die Bestnote hervorragend eingespielt hatte.
Der offizielle Teil endete wie immer: mit dem Radetzky-Marsch und rhythmischem Beifall des Publikums, das sich aber noch nicht verabschiedete. Im Foyer nutzten viele die Möglichkeit zur Begegnung, dazu unterhielt das Gmünder Seniorenorchester unter der Leitung von Dietmar Spiller.

Pianist Mick Baumeister

© Gmünder Tagespost

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