Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/2005/ Stand: Sunday, 25. September 2016

Begeisterung wie in der Scala

Gmünder Tagespost am 10.01.2005

Opern Pasticcio

Als grandioser Opernschauplatz erwies sich am Sonntag der Stadtgarten beim Neujahrsempfang des Stadtverbandes Musik und Gesang. Was von den mehr als 200 Mitwirkenden in einem Hundert Minuten Programm geboten wurde ging weit über das hinaus, was man von ehrenamtlicher Spiel- und Sangesfreude erwarten darf.

Der musikalische Start ins Jahr 2005 sprengte die Grenzen der bisherigen Neujahrsempfänge. Schon wenige Minuten nach Öffnung war der Peter-Parler-Saal bis auf den letzten Platz belegt. Für die Nachzügler wurde das Geschehen auf der Bühne ins Foyer übertragen.
Kein Neujahrskonzert ohne Johann Strauß. Zum Auftakt präsentierte sich das neu gegründete Symphonische Blasorchester des Stadtverbandes Musik und Gesang unter der Leitung von Bruno Kottmann mit zwei beschwingten Polkas sowie Werken von Philip Starke und Gustav Holst. Zum ersten Mal stand der Neujahrsempfang auch im Zeichen der Städtepartnerschaft zu Faenza. "Musik ist die schönste und einzige Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird", so begrüßte Vorsitzender Richard Arnold die italienischen Gäste der "Scuola Comunale di Musica Guiseppe Sarti" mit ihrem Direktor Massimo Pauselli. Seit zehn Jahren dirigiert Barbara Manfredini das hochkarätige Schüler-Lehrer-Orchester. Mit zwei Ouvertüren eröffnete es ein grandioses Opernszenario, das der Stauferchor des Stadtverbandes und sieben Solisten zum Höhepunkt des Tages führten.
Angespornt vom "Thannhäuser"-Erfolg im Jahre 2003 wählte Regisseur Stephan Kirchenbauer diesmal ein anspruchsvolles italienisches Opern-Pasticcio. In der alten englischen Tradition stellte er Szenen aus verschiedenen Opern von Guisepe Verdi und aus Cavallerina Rusticana von Pietro Mascagni zu einer neuen Handlung zusammen. Während die Liebestragödie in La Traviata mit dem Tod endet, fand er für die Gmünder Version den Gang der Violetta ins Kloster passender.
Seit September probte Chordirigent Werner Schnierer mit den Chören. Nur wenige Akteure hatten sich zuvor mit Musiktheater beschäftigt. "Teamgeist und Disziplin und natürlich das wunderbare Stimmpotential haben diese großartige Leistung möglich gemacht," lobte Kirchenbauer stolz. Ein auf Gmünder Verhältnisse reduziertes Opernbühnenbild sowie Originalkostüme aus verschiedenen großen Häusern geliehen, professionelle Maske und Frisuren vollendeten das glanzvolle Bild. Als Solisten wurde neben den Gmünder Talenten D'Ann Ricciolini-Mieseler und Gertrud Dangelmaier (Sopran), Britta Wanner (Mezzosopran), Thomas Baur und Jürgen Deppert (Bariton) vor allem der faentinische Tenor Chang Rjun Kang gefeiert.
Zauberhaft fügte sich das Ballett mit der Choreografie von Liliana Potyka-Kalecinski ein. Feierlich begleiteten die St.- Michael-Chorknaben und Cantate Dominum den Gang der Violetta ins Kloster. Auch wenn, wie Kirchenbauer meint, die Leistungsfähigkeit ehrenamtlicher Arbeit mit diesem Projekt an seine Grenze gekommen sei, hat es doch gezeigt, wozu diese fähig ist.
Kulturrad bewegen
Staatssekretät Rudolf Böhmler überbrachte die Neujahrswünsche des Ministerpräsidenten und erinnerte als Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur in Schwäbisch Gmünd an den Impuls, der anlässlich des Neujahrsempfangs 2004 das Kulturrad neu angestoßen habe. "Wir leben von dem Geist, wie wir miteinander umgehen und wir wollen nicht, dass auf dem Rücken der ehrenamtlichen Kulturschaffenden Unstimmigkeiten zwischen Verwaltung und Stadtrat ausgetragen werden", mahnte er und forderte, das Rad in Schwung zu halten.

© Gmünder Tagespost

100 Minuten großartiges Programm geplant

Pressemitteilung des Stadtverbandes Musik und Gesang im Vorfeld der Veranstaltung

Am 9. Januar 2005 wird der Stadtverband Musik und Gesang wieder zum Neujahrsempfang für Schwäbisch Gmünd einladen. Neben der Premiere des neugegründeten Projektblasorchesters des Verbandes sind diesmal Aufführungen mit Auszügen aus den Opern „La Traviata“, „Nabucco“, „Rigoletto“, „Luisa Miller“ und „Cavalleria Rusticana“ geplant. Partner des kommenden Neujahrsempfangs wird ein Orchester aus Gmünds italienischer Partnerstadt Faenza sein. Bereits im Juni 2003 brachten die Musiker mit einer Auswahl von über 100 Sängerinnen und Sängern aus Gmünd ein großes Freiluftkonzert in Faenza zur Aufführung. Das Projekt im Januar ist nun der Gegenbesuch.

Seit September proben die verschiedenen Gmünder Gruppen für das Ereignis. Und das sind nicht wenige: Das Projektblasorchester und der Projekt-Opernchor des Stadtverbandes Musik, jeweils bestehend aus vielen Gmünder Blasmusikern, Sängerinnen und Sängern verschiedener Vereine, der Männerchor Cantate Domino, die St.-Michael-Chorknaben, die junge  Ballettkompagne der Sabine-Wiedmann-Schule, das Bühnenbildteam um Josef Stampfer und Berthold Feifel und viele anderen. Sie alle bereiten sich vor, mit den Instrumentalisten aus Faenza den Neujahrsempfang 2005 unvergesslich zu machen.

Geboren wurde die Idee im Juni 2003, als zwei Reisebusse mit Begleitfahrzeugen 123 Gmünder nach Italien brachten, inklusive Kostümen, Maskenbildnerinnen und Inspitienz. Aufgeführt wurde ein Streifzug durch die deutsche Musikgeschichte, angefangen bei der Gregorianik, gekrönt von Auszügen aus Richard Wagners Oper „Tannhäuser“.
Beim Gegenbesuch stehen nun italienische Meisterwerke an. Der „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“, „Brindisi“ und die berühmte Arie „Sempre libera aus „La Traviata“, „Bella figlia dell’amore“ aus „Rigoletto“ und Auszüge aus „Luisa Miller“, allesamt von Giuseppe Verdi, sowie der „Osterchor“ aus Giuseppe Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ sind nur einige der Darbietungen, die von Italienern und Deutschen gemeinsam aufgeführt werden. Auch die Dirigenten Barbara Manfredini und Werner Schnierer kommen sowohl aus Faenza wie auch aus Schwäbisch Gmünd.
Aber nicht nur musikalisch wird das Ereignis vorbereitet. Der Chor wird in Kürze mit der Einübung der Choreographie auf der Bühne beginnen um dem musikalischen Inhalt Nachdruck zu verleihen. Auch das Ballett wird mit seinen Mitteln die Musik interpretieren, worauf das Team um Lilianna Potyka-Kalecinski schon fleißig übt. Nur für den Neujahrsempfang entsteht auch derzeit in Lindach ein aufwändiges Bühnenbild, das die Auftretenden in einen feierlichen Rahmen setzen wird.
Inszeniert wird das gesamte Programm von Regisseur Stephan Kirchenbauer, der sich für das Publikum eine Rahmenerzählung ausgedacht hat und wieder einige Überraschung parat hat.

Beginnen wird der Vormittag mit der Premiere des neugegründeten Blasorchesters des Stadtverbandes unter Dirigent Bruno Kottmann. Mit den Titeln „Concert Prelude“ von Philip Sparke und „Second Suite in F“ von Gustav Holst bilden sie einen fulminanten musikalischen Auftakt, bevor die 60 Musiker ein Potpourri der bekanntesten Polkas von Johann Strauß zu Gehör bringen.

Dabei soll trotz dieser umfangreichen Planung wieder kein Eintritt verlangt werden. Das Projekt finanziert sich einerseits durch großzügige Sponsoren, vor allem die Kreissparkasse, Weleda, GEK oder Polynorm und anderseits auch durch die freiwilligen Spenden, um die die Besucher nach der Aufführung gebeten werden.
Feuer und Flamme ist besonders der Vorsitzende des Stadtverbandes Richard Arnold: „Mit diesem Konzert zum Jahresbeginn wird der Stadtverband Musik und Gesang wieder einmal die große Leistungsfähigkeit und Vielfalt seiner Vereine und deren Mitglieder präsentieren. Das Orchester aus Faenza wird dabei mit seinem Beitrag ein Beispiel für Städtepartnerschaft und die Freundschaft mit der italienische Partnerstadt sein.“ Der Neujahrsempfang des Stadtverbandes Musik und Gesang findet am Sonntag, 9. Januar 2005 von 10.30 – 12.10 Uhr im Peter-Parler-Saal des Stadtgartens statt.

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