Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/2008/ Stand: Friday, 27. May 2016

Wir-Gefühl und Mut beim Prediger

Gmünder Tagespost am 14.01.2008

Musikverein Bettringen

Musik, die gute Laune verbreitet, und Worte, die zu Engagement und Tatendrang auffordern, prägten den Neujahrsempfang des Stadtverbandes Musik und Gesang. Im Mittelpunkt standen der Bettringer Musikverein und der Männerchor des Straßdorfer Liederkranzes.

Sparen sei auch im Jahr 2008 überall angesagt, eröffnete Richard Arnold, Vorsitzender des Stadtverbands Musik und Gesang, das Neujahrskonzert im Gmünder Stadtgarten. „Bitte sparen Sie aber heute nicht am Applaus“, meinte Arnold. Über 1000 Gäste waren gekommen, um den Kapellen, Chören und dem Grußwort Rudolf Böhmlers, Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur, zu lauschen. Im Foyer wurde das Konzert auf Großleinwand übertragen, damit alle dabei sein konnten.3000 ehrenamtlich Tätige in 54 Mitgliedsvereinen sind im Stadtverband organisiert. Einer davon der Musikverein Bettringen, der zum Auftakt unter der Leitung von Hans-Gerd Burr „Pacific Dreams“ von Jacob de Haan spielte. Ein einfühlsames, aber auch donnerndes Stück, das an den mal ruhigen, aber auch stürmischen Pazifik erinnert. „Den gibt's zwar in Bettringen nicht, dafür aber ein Freibad“, sagte Arnold. Und berichtete vom Open-Air-Konzert, das der Musikverein im Sommer 2007 ausgerichtet hatte. Auch als Appell, um das Freibad zu erhalten. Am 28. Juni ist die zweite Auflage geplant. Weiter ging's musikalisch mit dem „Tanz der Vampire“, den die Bettringer Musiker zu Filmausschnitten erklingen ließen. Das Publikum sparte nicht am Applaus.

Umbau anpacken
Auch nicht, als Rudolf Böhmler seine klaren Worte an die Gmünder Bürger und die Verwaltung richtete. Er lobte das Festival Europäische Kirchenmusik und die Burda-Ausstellung im Prediger, die „der Renner im Kultursommer 2007“ wurde. Außerdem sei er dem Gmünder Gemeinderat dankbar, dass er das Konzept für eine fünfteilige Sporthalle im Unipark nach jahrelanger Diskussion beschlossen hat. Jetzt sei der Prediger an der Reihe, der einmal der Stolz der Gmünder gewesen war, für dessen Zustand man sich mittlerweile aber geradezu entschuldigen müsse. Bereits vor 16 Jahren habe der Arbeitskreis Kultur einen Nutzungsplan für den Prediger veröffentlicht. Die Zeit sei mehr als reif, den notwendigen Umbau anzupacken. Die Stadtverwaltung hat dem Gemeinderat in der vergangenen Woche ein Nutzungskonzept vorgelegt. „Das hat aus meiner Sicht noch Entwurfscharakter“, kritisierte Böhmler. Wichtige Fragen, wie beispielsweise der Prediger-Saal zugeschnitten werden soll, müssten noch geklärt werden. Kondition und Mut, vor allem wenn's ums Geld geht, wünschte er dem Gemeinderat, ein noch stärkeres Wir-Gefühl, Gesundheit, Glück und Gottes Segen allen Gästen.

Liederkranz Straßdorf

Musikalisch ging's weiter mit dem Männerchor Straßdorf (Leitung: Eckart Maier). Der Chor feiert dieses Jahr seinen 150. Geburtstag – mit einem Festgottesdienst am 1. Juni und einem Festwochenende am 21. und 22. Juni. „Weißt du wie viel Sternlein“, Lieder in Russisch, Finnisch und Kroatisch und schmissige Songs aus den goldenen 20ern rissen das Publikum mit. Küsschen am Liedende, ein Solo aus dem Grammophon, Regenschirme zu „Unter einem Regenschirm“, Mareili Halder, Josef Ströbele und Bernhard Heinrich mit Soloeinlagen, dazu viele Kinder, die mit lustigen Sprüchen die Liedauswahl ergänzten – im Nu waren zwei Stunden vorüber.Das große Finale begann: Vertreter der Musikvereine marschierten mit Fahnen und Instrumenten ein. Moderator Arnold stellte die verschiedenen Kapellen und Formationen des Stadtverbandes vor und forderte die Zuhörer auf, sich zu erheben. Denn als Überraschungseinlage spielten alle Musiker den „Grüß' di Gott, Alois“ und alle Textsicheren sangen mit. Mit dem „Radetzky-Marsch“ und Neujahrswünschen im Foyer ging der Empfang zu Ende.

© Gmünder Tagespost

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