Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/2011/ Stand: Saturday, 1. October 2016

Guck mal, Gmünd hat gute Laune

Neujahrsempfang war für viele Spiegelbild der Aufbruchstimmung in der Stauferstadt

Die Stimmung war prächtig beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Stadt und des Stadtverbands Musik und Gesang: Aufbruchstimmung, Talente und Gemeinsinn: Damit will Gmünd in das große Vorbereitungsjahr 2011 gehen. Guck mal, Gmünd hat gute Laune!

Auch in diesem Jahr zeigte sich, dass, trotz aller Skepsis, die Zusammenlegung der beiden Neujahrsempfänge die richtige Entscheidung gewesen war. Volles Haus im Stadtgarten mit Bürgern und Prominenz aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Kirchen. Die Gespräche im Anschluss an den kurzweiligen offiziellen Abend zeigten, dass die Gmünder zusammenrücken, um die Herausforderungen der kommenden Jahre gut zu bestehen. „Collegium vocale“ und „Swabian Brass“ eröffneten den Neujahrsempfang mit einer feierlichen Intrada eines Anonymus, der aber kein solcher war. Denn der Leiter des Chors, Walter Johannes Beck, hatte das Stück im alten Stil extra für diesen Anlass komponiert. Mit einem Liedzyklus von Antonin Dvorak zeigte der Chor nach der Begrüßung durch Ramona Kunz, der Vorsitzenden des Stadtverbandes Musik und Gesang, seine hohe Qualität. Unter dem Aspekt „Junge Talente“ ließ der mehrfache Erstpreisträger bei „Jugend musiziert“, Johannes Grimm, das Lied „Die Forelle“ von Schubert hören. Im Zeitraffer stellten die Musical Kids farbenfrohe Passagen aus ihrer letzten Produktion „Der Zauberer von Oz“ musikalisch und tänzerisch vor.

Ramona Kunz, die in kleinen Interviews dem Publikum die Musikszene näher brachte, machte deutlich, wie sehr in Gmünd auf Talentförderung Wert gelegt werde und wie viel Potenzial in den 61 Vereinen des Stadtverbandes stecke. Der Rückblick von Dr. Rudolf Böhmler, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Kultur, griff ein wenig weiter in die aktuelle Geschichte zurück. „War da was?“ hätte sich Deutschland nach der Wirtschaftskrise gefragt und auch im Ostalbkreis sei ein Jobwunder geschehen. Das Gartenschauprojekt sei erstmals sichtbar geworden, in der „Welt“ habe man das Kirchenmusikfestival entdeckt, der Predigerumbau gehe voran, der Kulturbeirat tage wieder und die Erika-Künzel-Stiftung bringe die Musikstadt voran. So könne dieser Neujahrsempfang wie ein Wachmacher wirken. Nicht Wut-, sondern Mutbürger wünsche er sich.

Das bestätigte Oberbürgermeister Richard Arnold in seiner kurzen und motivierenden Ansprache. Mit Antoine de St. Exupéry glaubt er, dass es richtig ist, die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer zu lehren, statt Aufgaben zu verteilen. „Wir gehen mit großem Optimismus in das neue Jahr. Wir investieren so viel Geld wie nie. Wir haben dem Thema Bildung und Betreuung Vorzug gegeben, so dass wir mit Betreuungsplätzen weit vorne sind. Wir müssen die Ausbildung weiter fördern. Keiner darf zurückbleiben. Und wir müssen Solidarität zeigen mit denen, die auf der Schattenseite stehen“, bekannte er. Er und Böhmler dankten Bürgermeister Joachim Bläse für sein Engagement als Kulturbürgermeister, der Vieles angestoßen habe. Ideen kommen auch aus der Bevölkerung. Stolz präsentierte der OB ein Modell der Johanniskirche, das auf Initiative von Karl Michele und im Team von Josef Stampfer erstellt wurde. „Damit kann man sogar Geld verdienen“, freute er sich und Ramona Kurz warf den ersten Euro ein: Daraufhin erleuchtete die Kirche und aus dem Turm fuhr ein Balkon mit Bläsern aus, die den Alois spielen. „Nach Lichtmess steht das Kunstwerk im Rathaus“, kündigte der OB an.

Die Schwörhaus-Bigband unter Leitung von Stefan Spielmannleitner leitet groovig und mit viel Applaus ins Finale über und eröffnete damit das 40er-Jubiläum der Musikschule, die einst auch von Böhmer initiiert worden war.

© Gmünder Tagespost

Seite drucken Seite drucken | Kontakt Kontakt | Impressum Impressum | nach oben nach oben