Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/2012/ Stand: Thursday, 26. May 2016

„Landeshauptstadt“ des Ehrenamts

Schwäbisch Gmünd beginnt das Jubiläumsjahr mit einem außergewöhnlichen Neujahrsempfang im Stadtgarten

Ein Abend mit vielen guten Nachrichten. Mehr Besucher als ursprünglich geplant hatten Zutritt, 360 Ehrenamtliche – so viele wie noch nie – gestalteten den Abend, die Vorfreude auf Jubiläumsjahr und Landesgartenschau machte sich breit. Eingebettet in ein Programm voll Musik und (staufischer) Darstellung erlebten 1500 Gäste den Neujahrsempfang des Stadtverbandes Musik und Gesang und der Stadt Schwäbisch Gmünd.

Und alle zusammen sangen inbrünstig die drei Strophen der Gmünder Jubiläumshymne, spendeten großen Beifall für die Macher, Stephan Kirchenbauer, Ramona Kunz und Richard Arnold.

Ramona Kunz, die Vorsitzende des Stadtverbands Musik und Gesang, freute sich schon mal über ein kleines Jubiläum: Vor 40 Jahren stellten die musiktreibenden Vereine erstmals das Neujahrskonzert auf die Beine. In diesem Jahr mit Unterstützung aus der französischen Partnerstadt Antibes: Sandra Ramos-Lagarde und Daniel Lagarde reihten sich in die Philharmonie Schwäbisch Gmünd ein, die unter der Leitung von Wolfgang Kurz das Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach spielte.

Oberbürgermeister Richard Arnold sieht Schwäbisch Gmünd auf einem guten Weg, forderte die Bürger auf, mitzugehen. „Jubiläumsjahr und Landesgartenschau sind keine Endpunkte, sondern Zwischenetappen.“ Aber Schwäbisch Gmünd sei jetzt an einem spannenden Punkt der Neuausrichtung. Gerade das Zeitalter der Stauferdynastien gebe der heutigen Politik Anstöße. Bei der Begegnung der Kulturen und Religionen, bei der Gestaltung einer offenen Gesellschaft, der politischen Macht und der Frage, welche Freiräume eine Stadt in dieser Zeit braucht.

Arnold sieht „die Chancen und die Zukunft Schwäbisch Gmünds gerade in den Freiräumen, in den Spielräumen, die es dank seiner kleinen, am menschlichen Maß gemessenen Strukturen und Angeboten bietet“. Die Stadt habe mit der Mischung aus Gemeinschaftssinn, hoher Identifikation und Gestaltungsfreude genau diese Zutaten, die es für einen solchen Entwurf abseits einer durchökonomisierten Massenabfertigung aller Lebensbereiche brauche.

Der Oberbürgermeister dankte Landrat Klaus Pavel, „dass er jetzt sein Herz für Schwäbisch Gmünd entdeckt hat“. Bürger in der Stadt müssten Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen. „Wir brauchen keine Nur-Bürger, sondern Bürger, die der Gemeinschaft auch etwas geben.“ Viele Gmünder gehen mit gutem Beispiel voran: Mehr als 1000 wirken an den Vorbereitungen für das Jubiläumsfest, Staufersaga und Stauferfest mit.

Nicht mehr dabeisein können Hubert Beck und Dietmar Spiller, beide starben im vergangenen Jahr. Daran erinnerte Dr. h.c. Rudolf Böhmler mit dem Hinweis, wie sehr sie sich in vier Jahrzehnten für diese Veranstaltung engagiert hatten. Im Blick nach vorn erwähnte Böhmler die bevorstehende Eröffnung des großen Saals im Prediger und das Stadtjubiläum. Aus der Mitte der Bürgerschaft habe sich, inspiriert durch Stephan Kirchenbauer, eine nie dagewesene Bewegung entwickelt. „Schwäbisch Gmünd wird 2012 den Titel ‘Landeshauptstadt des Ehrenamts’ verdienen“, so Böhmler. Dazu komme „die größte und spannendste Phase der Stadtenwicklung“. Die Stadt habe auf vielen Gebieten stark aufgeholt und stehe in der Erwartung bedeutender überregionaler Ereignisse, die der Stadt neuen Schub verleihen. Gmünd müsse sich in Zukunft noch stärker auf die Nutzung der Chancen im Westen, auf die Brückenfunktion zum mittleren Neckarraum, konzentrieren. Das werde Früchte tragen. Der Erfolg gehöre den Optimisten, Schwäbisch Gmünd könne sich auf das Jahr freuen, ganz nach dem Satz in der Jubiläumshymne „Ein Leben voller Freude, ein Leben wie ein Fest“.

Einen Vorgeschmack darauf gab’s schon am Sonntagabend: „Cantate Domino“ und die St.-Michael-Chorknaben trugen staufische Weisen vor, dazu gab es historische Tänze. Auch Fahnenschwinger, Schwertkämpfer, Trommler- und Fanfarengruppen zeigten, was Gmünd im Sommer erwartet.

Schon früher, nämlich am diesem Montag, gibt es die „Gmünder Einhörner“ als Gebäck der Bäckerei Berroth zu kaufen. Ein Teil des Reinerlöses ist für die Staufersaga. Erste Kostproben davon erhielten die vielen Mitwirkenden und Besucher, die sich nach dem offiziellen Teil beim Stehempfang im Foyer des Stadtgartens unterhielten.

© Gmünder Tagespost

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