Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/2013/ Stand: Sunday, 29. May 2016

2013 ein Arbeitsjahr – ein spannendes

Neujahrsempfang des Stadtverbands Musik und Gesang im Congress Centrum Stadtgarten

Schwäbisch Gmünd, die Gemeinschaft, das erfolgreiche Jahr 2012, die Freude auf 2013 und die Landesgartenschau 2014, aber auch die Trauer um den Macher der Staufersaga beherrschten den Neujahrsempfang am Sonntag Abend im Congress Centrum Stadtgarten. Beim anschließenden Small Talk spielte dazu die Nachbarstadt Aalen eine Rolle, deren OB am Vormittag den Rückzug aus dem Amt angekündigt hatte.

Für Oberbürgermeister Richard Arnold war es der erste Auftritt im neuen Jahre, der erste Auftritt auch nach dem Tod von Stephan Kirchenbauer-Arnold. Richard Arnold bedankte sich vorab für den Beistand aus der Bevölkerung, bei den vielen Menschen, die ihm Briefe geschrieben haben. Ramona Kunz, Vorsitzende des Stadtverbands Musik und Gesang, hatte schon in der Begrüßung an die Leistungen Stephan Kirchenbauers erinnert und Dr. Rudolph Böhmler, Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur, betonte, Kirchenbauer-Arnolds Leben sei im Jahr seines größten Triumphes schicksalhaft zu Ende gegangen.

Den vielen mitwirkenden Musikern und Sängern gelang der Übergang aus der getragenen Stimmung hin zu hoffnungsvoll stimmenden Klängen, die Mut für die Zukunft machen sollen. Gute Ansätze sieht Rudolf Böhmler, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, 2013 für Schwäbisch Gmünd. „Das Wohl der Stadt wurde in der jüngsten Vergangenheit in der Regel über andere Interessen gestellt.“ Das zeichne Gmünd auch gegenüber so mancher Nachbarstadt aus. Den Geist des Miteinanders sollte die Stadt mitnehmen. Kulturell erwartet Böhmler 2013 keine Paukenschläge. „Wir müssen das Gute, das wir haben, bewahren und ausbauen“. Er sieht etwa die Chance, im neuen Prediger-Saal die Jazz-Szene neu zu beleben. Das funktionierende Gemeinwesen vergleicht er mit einem dreibeinigen Schemel. Das erste Bein, Verwaltung und Gemeinderat, seien völlig intakt, das gelte auch fürs dritte Bein, das bürgerliche Engagement. Kritischer sei es bei der Wirtschaft, dort seien mutige Schritte aller Verantwortlichen gefragt. Beitrag der Bürger sei, dass sie auf manch Wünschenswertes verzichten müssten, das gelte auch für Kulturschaffende.

Richard Arnold zeigte Begeisterung fürs neue Jahr. Und für die Menschen, die ihn umgeben. Bürger, Gemeinderat und Verwaltung, ganz besonders aber Bürgermeister Dr. Joachim Bläse („Ein Glücksfall für Schwäbisch Gmünd“) und Landrat Klaus Pavel („Klaus, du bist klasse“). 2013 werde nicht das Jahr des geschmückten Schaufensters wie das vergangene, sondern ein Arbeitsjahr, ein interessantes und spannendes. Der Tunnel werde die sehnsüchtig erwarteten Freiräume bei der Verkehrssituation bringen, die Landesgartenschau werde fühlbar, Gmünd sehe die Vorhaben wachsen. Einmischen sei in dieser Stadt ausdrücklich erwünscht, so wie es der Freundeskreis Salvator vorlebe oder jetzt ganz neu die Bürgergruppe, die sich für das Deyhle-Areal einsetzt. „In solches Engagement setze ich große Hoffnungen.“ 3000-fach sollen in den nächsten Monaten von Schulen und Kindergärten gestaltete „Gmünder Grüße“ in Wolkenform die Gartenschau hinaus in die Region tragen. Ein wichtiges Datum ist der 14. September: Da startet der Dauerkartenverkauf für die Landesgartenschau.

Mitwirkende

Viele Mitgliedsvereine des Stadtverbands Musik und Gesang bereicherten den Neujahrsempfang. Ein Projekt- Jugendblasorchester aus Stadt-Jugendkapelle, Jugendkapelle MV Bargau und MV Bettringen, die St.-Michael-Chorknaben, die Solisten Lukas Purr, Anton Rettenmayr, Lena Kuhn, Nuria Pierny und Martin Baier in Begleitung von Sung-Nam Cho. Außerdem Janik Becker, Mick Baumeister mit den Sängern Andreas Glass und Lorenz Herzer, der Kammerchor der Freien Waldorfschule.

Das Können der Kids präsentiert

Ramona Kunz vom Stadtverband Musik und Gesang zu Neujahrsempfang, Nachwuchsarbeit und Gartenschau

Beim Neujahrsempfang des Stadtverbandes Musik und Gesang und der Stadt Gmünd musizierten hunderte junge Menschen im Stadtgarten. Über musikalische Nachwuchsarbeit sprach die GT mit Ramona Kunz, der Vorsitzenden des Stadtverbandes Musik und Gesang.

Beim Neujahrsempfang standen jugendliche Akteure im Vordergrund. Warum?

Nach den großen Produktionen mit dem Gmünder Ring 2009 und dem Jubiläumsschaufenster 2012, dazwischen die Präsentation von herausragenden und preisgekrönten Vereinen, wollten wir bewusst einmal unserem Nachwuchs die Möglichkeit geben, vor dem großen Publikum des Neujahrsempfangs zu zeigen, was er kann. Jede Zukunft hat mal klein angefangen, und Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Gleichzeitig sollten die Gmünder auch erleben, welche Talente wir durch unsere kontinuierliche Nachwuchsarbeit fördern und welches Engagement hierdurch geweckt wird. Der Vierklang in der Ausbildung durch die Musikschule, in unseren Vereinen, durch das Förderprogramm des Stadtverbandes und die Mittel der Erika-Künzel-Stiftung sind der Nährboden für die Entwicklung vieler begabter Jugendlicher.

Wie aufwändig ist die Vorbereitung auf den Empfang?<br/>

Es ist etwas Besonderes, beim Gmünder Neujahrsempfang aufzutreten. Die zahlreichen Ehrengäste, die vielen Vereinsvorsitzenden und Verantwortlichen aus der Kultur und allein die große Zahl der Besucher sind ein einmaliges Publikum. Deshalb bereiten sich die Akteure monatelang darauf vor, studieren besondere Literatur ein und regelmäßig werden Projektorchester und Projektchöre für den Empfang zusammengestellt. Jeder will beim Neujahrsempfang sein Bestes geben und zeigen, was in ihm steckt.

Ist es heute schwierig, junge Menschen für Musik zu begeistern?

Überhaupt nicht. Sich in der Musik auszudrücken und wiederzufinden, mit anderen Spaß am Musizieren haben, seine Zuhörer begeistern – all das motiviert junge Leute dazu, Musik zu machen. Die Form, in der das geschieht, ist immer einem Wandel unterworfen. Deshalb tun sich einige Vereine schwer, Jugendliche zu gewinnen und gleichzeitig entstehen neue Ensembles. In den letzten Jahren hat der Stadtverband vier neue Mitgliedsvereine aufgenommen, in denen ausschließlich Kinder und Jugendliche Musik machen und singen. Sorgen bereitet uns aber, dass durch einen gestiegenen schulischen Druck junge Menschen weniger Zeit für das Musizieren haben. Das spüren wir mittlerweile deutlich.

Wie profitiert der Stadtverband Musik und Gesang von den Leistungen der Erika-Künzel-Stiftung?

Die Stiftung ist in jeder Hinsicht ein Gewinn für den Stadtverband. Unmittelbar durch eine breite und stark nachgefragte Gesangsausbildung für die Sängerinnen und Sänger unserer Kinder- und Jugendchöre sowie durch die Finanzierung einzelner Projekte, vor allem bei den Bläsergruppen. Aber natürlich profitieren wir auch indirekt durch die Unterstützung für die Musikschule, die Talentförderung sowie die Breitenförderung in den Kindergärten, denn überall werden dadurch junge Leute für die Musik begeistert und tragen dazu bei, eine leistungsstarke und motivierte Musikszene in Gmünd zu erhalten.

Wie bereitet sich der Stadtverband Musik und Gesang auf den Neujahrsempfang im Gartenschaujahr 2014 vor? Wird sich der Stadtverband in die Gartenschau einbringen?

Natürlich werden wir uns einbringen. Die Vorfreude auf die Gartenschau ist groß bei unseren Mitgliedsvereinen. Der Stadtverband als Dachorganisation hat hier vor allem koordinierende Aufgaben, denn die Musik spielt bei unseren Mitgliedern. Für einen gelungenen Auftakt beim Neujahrsempfang im kommenden Jahr versuchen wir wieder etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. Erste Überlegungen gibt es schon, wobei wir konkret auch einmal an eine Zusammenarbeit mit unseren Kollegen vom Stadtverband Sport denken.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd und der Stadtverband Musik und Gesang haben nun mehrere Male gemeinsam zum Neujahrsempfang geladen. Wie sind Ihre Erfahrungen, hat sich dieses Verfahren bewährt?

Im Ergebnis hat es sich sehr bewährt. Die Stadt profitiert von einem engen Schulterschluss mit der Bürgerschaft über unsere musiktreibenden Vereine und durch das Programm, das wir bieten. Der Stadtverband profitiert aber auch, durch den gestiegenen Stellenwert unseres Empfangs als offiziellem Empfang der Stadt und gleichzeitig als kulturellem Jahresauftakt. Eine Herausforderung ist jedes Mal die Verteilung der „nur“ 1200 Einlasskarten. Die Nachfrage ist wesentlich größer und durch die Zusammenlegung noch einmal gestiegen. Aber wir haben eine faire Aufteilung, 400 Karten für die Stadt, 400 für die Mitglieder des Stadtverbandes und die Mitwirkenden und 400, die am Silvestermorgen frei vergeben werden. Das hat sich mittlerweile auch gut eingespielt, weswegen wir an diesem Konzept festhalten wollen.

 

© Gmünder Tagespost

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