Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/2014/ Stand: Monday, 25. July 2016

Gartenschau der Bürger startet

Redner und hunderte Musiker stimmen Gmünder bei Neujahrsempfang auf das Jahr 2014 ein

Mit der Eröffnung des Einhorntunnels ist Gmünd von einer seiner drei belastenden Hypotheken befreit. Die weiteren – Standort- und Haushaltsschwäche – gebe es leider immer noch. Diese Meinung vertrat am Sonntag der frühere Staatssekretär Dr. h.c. Rudolf Böhmler beim Neujahrsempfang der Stadt und des Stadtverbandes Musik und Gesang. Böhmler und OB Richard Arnold blickten vor gut 1200 Gästen mit Freude aufs beginnende Gartenschaujahr.

Den musikalischen Rahmen boten Hunderte Musiker und Sänger unterschiedlichster Gruppierungen des Stadtverbandes Musik und Gesang. Sie alle stellte die Vorsitzende des Stadtverbandes, Ramona Kunz, vor.

2013 sei für Gmünd kein unbedeutendes Zwischenjahr gewesen, sagte Rudolf Böhmler. Gmünd sei seit Jahrzehnten mit drei großen Hypotheken belastet gewesen, „die unsere Heimatstadt fast zu erdrosseln drohten“. Eine dieser Hypotheken, die „unsägliche Verkehrsbelastung“, sei seit wenigen Wochen getilgt. Dabei seien die Erwartungen schlichtweg übertroffen worden: „Welche Befreiung für unsere Stadt.“ Böhmler, auch Vorsitzender des Gmünder Arbeitskreises Kultur, lobte die Gmünder ART als „Riesenerfolg“, die Jazzszene als inzwischen festen Bestandteil des kulturellen Lebens, die Straßdorfer „Stimmbänd“ als Aufsteiger des Jahres 2013 und Gerda Fetzer, Ernst Kittel und Fred Eberle als verdientermaßen mit der Bürgermedaille ausgezeichnete Kulturmacher. 2014, sagte Böhmler, werde erneut ein Jahr der Feste und des bürgerschaftlichen Zusammenhalts. Dies aber dürfe nicht alles andere überdecken. „Leider gibt es zwei weitere Hypotheken, die auch noch miteinander zusammenhängen“, sagte Böhmler und nannte die wirtschaftliche Standortschwäche und die auch daraus resultierende Haushaltsschwäche. Bei der Pro-Kopf-Verschuldung habe Gmünd im Land zwar nicht die rote Laterne, sei aber nicht all zu weit davon entfernt. Böhmler begrüßte den Strategieprozess „Gmünd 2020“ als „großes Rad“ und gleichzeitig „sehr riskantes Unterfangen“. Dieser Prozess müsse zu einem positiven Ergebnis führen, einem „richtigen Umschwung für die vor uns liegenden Jahre“. „Ein Scheitern in ergebnislosen Diskussionen wäre fatal“, sagte Böhmler. Er sei aber zuversichtlich, dass Gmünd diese Herkulesaufgaben „durch ein erstarktes bürgerschaftliches Wir-Gefühl und das kreative Engagement Vieler bewältigen“ könne.

Oberbürgermeister Richard Arnold betonte, dass nicht nur das Stadtbild im Wandel sei, sondern auch Gmünds geistiges Klima. Dazu zählte Arnold vor allem Gmünds „einzigartiges bürgerschaftliches Engagement“, das, so fortgesetzt, Gmünds Gartenschau zur Bürgergartenschau mache. Als Beispiel dafür nannte Arnold den Aussichtsturm „Himmelsstürmer“ auf dem Wetzgauer Gartenschaugelände, für den Bürger inzwischen 180 000 Euro gesammelt und gespendet hätten.

Mehr als 30 000 Dauerkarten seien inzwischen für die Gartenschau verkauft, betonte der Oberbürgermeister. Keine andere Gartenschau habe bis Weihnachten so viele Dauerkarten verkauft. Arnold nannte einige Höhepunkte, die diese 30 000 Kartenbesitzer und weitere Gäste erwarten: Picassos Seeigel-Bilder im Gmünder Museum, die Gmünds französische Partnerstadt Antibes bis Mitte Juli zur Verfügung stellt. Und einen „Foot-Volley“-Cup am Remsstrand –dies ist eine Mischung aus Fußball und Volleyball und eine Idee, die Arnold von einer Südamerikareise mitgebracht hat. Das Stadtoberhaupt erwähnte den Remstalmarathon, der Gmünds Gartenschau mit Waiblingens Heimattagen verbindet, und ein Studio des Südwestrundfunks in Wetzgau, aus dem Grüße von Gmünds Gartenschau ausgestrahlt werden. Von dort aus wie auch von einer i-Punkt-Außenstelle auf der Stuttgarter Königstraße werbe die Stadt um Gäste, für die Gmünd, so wünscht sich dies der Oberbürgermeister, „mit Herz und Hand ein guter Gastgeber sein“ möge.

© Gmünder Tagespost

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