Stadtverband Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd

http://www.svmug.de/neujahrsempfaenge/prediger-saal/ Stand: Tuesday, 24. May 2016

Vom Sorgen- zum Lieblingskind

Umgebauter Prediger-Saal besticht durch diskrete Eleganz

Eröffnung des umgebauten Prediger-Saals

Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur feierten zusammen mit vielen Gmünder Bürgern die Wiedereröffnung des Prediger-Saals als städtischen Veranstaltungsraum. Mit einem begeisternden Musiktheaterstück wurde das „Glanzstück“ des Gmünder Kulturlebens gleich richtig auf die Probe gestellt.

Eröffnung des umgebauten Prediger-SaalsWer am Sonntag zur Eröffnung des Prediger Saals kam, wurde mitgenommen auf eine bunte Reise von Gmünd nach Südeuropa, Frankreich, England und wieder zurück in die Heimat. Eine lange und bunte Reise hat auch der Prediger selbst hinter sich, und die Eröffnung des neuen Saals ist noch nicht das Ende.

Aber „ein Anfang ist gemacht“, wie Oberbürgermeister Richard Arnold in seiner Begrüßung sagte, und die allermeisten Besucher dürften es als einen guten Anfang empfunden haben. Stil und Eleganz strahlt der neue Festsaal aus, der nach zweijähriger Umbauzeit nun wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Trotz des Wegfalls der Empore und des Einbaus der mobilen Bühne in den ehemaligen Chorraum der Klosterkirche kamen Sitzplätze hinzu. Beim Umbau habe sich manche Überraschung aufgetan, meinte Arnold und erwähnte die an der Westseite freigelegten Kirchenfenster und die neue Ausrichtung des Saals, die der ehemaligen Klosterkirche entspreche. Sein Dank ging an alle am Umbau Beteiligten, insbesondere an Architekt Martin Hoiker, denn nicht nur das denkmalgeschützte Gebäude aus der Barockzeit, sondern auch die doppelte Nutzung als Museum und Veranstaltungshaus sei eine bauliche Herausforderung gewesen.

Dass der neue Saal aber nicht nur von seiner Architektur, sondern vor allem auch durch das lebt, was in ihm dargeboten wird, das machten die rund 130 Akteure des Stadtverbands Musik und Gesang deutlich, die mit ihrem Musiktheaterstück die Gäste begeisterten.

Vorneweg Ernst Kittel und Brigitta Wanner als ungleiches Ehepaar, die humorvoll durch die musikalischen Szenen führten. Projektchöre aus dem Liederkranz Weiler i.d.B. und dem Ensemble „Stimmkultur“, Akkordeonorchester Penz und Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester, Stadtjugendkapelle, Schlagzeuggruppe der Musikschule und Sung-Nam Cho am Klavier sorgten dafür, dass die musikalische Reise beschwingt und vielfältig Fahrt aufnahm und selbst der überzeugte Gmünder „Ernst“ noch einmal zum Aufbruch bereit ist. Regie führte Kathrin Bechstein, die mit der Arie „Habanera“ aus Bizets Oper „Carmen“ nicht nur das Herz Don Josés, sondern auch das der Zuschauer eroberte.

Eröffnung des umgebauten Prediger-Saals„Als einen weiteren Höhepunkt neben Stadtjubiläum und Staufersaga“ bezeichnete der Vorsitzende des Arbeitskreises Kultur, Dr. Rudolf Böhmler, die Einweihung des neuen Saals und wies auf die Bemühungen des Arbeitskreises hin, „aus dem Sorgenkind Prediger mit seiner wechselvollen Geschichte das Lieblingskind der Gmünder zu machen“. Auch sei mit dem heutigen Tag eine der schwierigsten Bauetappen erfolgreich beendet worden. Jetzt folgten in drei weiteren Etappen noch die Neugestaltung des Innenhofs, des Eingangsbereichs und die Entwicklung eines Nutzungskonzepts für das Haus. Dabei sei klar, dass der AK Kultur weder einen Kulturtempel mit Schwellenangst noch einen Gemischtwarenladen wolle.

„Der Prediger soll leben, indem die Menschen der Stadt selbst in ihm Kultur anbieten und sie genießen“, forderte die Vorsitzende des Stadtverbandes Musik und Gesang, Ramona Kunz, und wies darauf hin, dass dieser Verband mit seinen rund 70 Vereinen und 4000 Akteuren Außerordentliches zu bieten habe.

Gute Wünsche, verbunden mit Segnung und Weihe, überbrachten der evangelische Dekan Immanuel Nau und Münsterpfarrer Robert Kloker.


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